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„DANCING ART – DANCING HISTORY“ - Neuer Titel für das Karlsuher Pilotprojekt "Tanz und Museum"
Wie lässt sich Tanz und Tanzgeschichte in der kulturellen Bildungsarbeit am „Lernort Museum“ integrieren?  
 
Wie können kulturgeschichtliche Inhalte und Kunst-Werke einer Epoche lebendig und „leibhaftig“ vermittelt, „verräumlicht“ und „vertanzt“ werden?  
 
Wie kann Bewegung und Tanz ein zukünftiges Medium für eine kreative und geschichtsbewusste Bewegungsarbeit am Museum und im Atelier formen?  
 
Wie alles begann:  
Den Beginn des PILOTPROJEKTES „DANCING ART – DANCING HISTORY“, formte eine Fortbildungsreihe, welche im Oktober 2006 am Badischen Landesmuseum Karlsruhe startete mit einer (im Co-Teaching durchgeführten) interdisziplinären Mitarbeiterfortbildung zum Thema: „Museumsgeschichte(n) in Tanz und Spiel – warum, wozu, womit (Schwerpunkt: Mittelalter)“  
Konzept und Durchführung: K. Stoye, (Tanz-)Historikerin/Tanz- und Museumspädagogin; M. Pareigis, Museums- und Theaterpädagogin  
Seitdem haben drei weitere Mitarbeiter-Fortbildungen am BLM stattgefunden:  
· „Tanz im Spiegel der Gesellschaft – Renaissance und Frühbarock“ im April 07  
· „Körper und Kunst in Bewegung“ im Rahmen der Fortbildungsreihe zur Sonderausstellung: „Schönheit im Alten Ägypten“ 2007/2008  
· „Ein bewegender Moment“ als innovatives Begleitprogramm-Angebot für die Sonderausstellung „Design & Emotion“ mit dem Schwerpunkt: Bewegungstheater für Schulklassen (ab der 3. Klasse) im Juli 2008  
Konzept und Durchführung: K. Stoye, (Tanz-)Historikerin/Tanz- und Museumspädagogin  
 
Auch konnte bereits seit 2006 im Rahmen von Schülerführungen und Kindergeburtstagen mit dem Einflechten tänzerischer Elemente erfolgreich experimentiert werden (erste Feed-Back-Bögen liegen bereits vor). Nichtzuletzt empfiehlt die 2007 veröffentliche große Besucherforschung am Badischen Landesmuseum Karlsruhe, verstärkt Tanz und Bewegung ins museumspädagogische  
Angebot hineinzunehmen.  
 
Längerfristige Perspektiven:  
Ein erster wichtiger Schritt war hierfür die langfristige Integration von „TanzFührungen“ und fächerverbindenden Angeboten in den 2008 neuaufgelegten museumspädagogischen Themenkatalog des BLM, virtuell abrufbar unter: www.landesmuseum.de/website...  
Schwerpunkte für Schulklassen bilden dabei zunächst die Dauerausstellungen zu Mittelalter, Renaissance und Frühbarock: So kann unter der Rubrik „Museumsgespräche in Mittelalter und Renaissance“ ein Angebot für Schulklassen gebucht werden zum Themenkreis „Alltag, Fest und Spiel – Führung mit Tanz und Musik“ ebenfalls buchbar (ab Klasse 9) unter der Rubrik „Fächerübergreifende Themen“ ist das Angebot „Commedia dell'arte – ein kultur- und tanzgeschichtlicher Ausflug“ Vom 2. August – 2. November 2008 im Rahmen der Sonderausstellung „Emotional  
Design“: „Ein bewegender Moment: Emotion und Körpersprache“ (Bewegungstheater für Schulklassen ab Klasse 3) www.landesmuseum.de/website...  
Ziel dieser intensivierten Testphase ist es, das Angebot auf verschiedene Zielgruppen hin auszuprobieren, zu evaluieren und weiter zu entwickeln, so dass das Pilotprojekt nachhaltig im Rahmen kultureller Bildungsarbeit verankert werden kann. Dankenswerterweise hat sich Frau Dr. Claudia Fleischle-Braun (GTF/Gesellschaft fürTanzforschung) dazu bereit erklärt, beratend zu Verfügung zu stehen.  
Interessierte Schulklassen & Gruppen melden sich bitte direkt bei der Projekt-Leitung.  
Kontaktadresse: Katharina Stoye (Projekt-Leitung und Koordination)  
Fon/Fax: 0721-8315542 Mail: ustoye@web.de  
 
Zudem fanden und finden regelmäßig und mit wachsender Teilnehmerzahl seit 2008 kostenlose öffentliche TANZ-Führungen statt im Rahmen der BLM-Veranstaltungsreihe „HAPPY FRIDAY“:  
• 30. Mai 2008 : TanzFührung: „(...) alle Welt tantzet – eine historische Tanz-Reise ins Mittelalter und die Renaissance“  
• 31. Oktober 2008 (mit erfreulich guter Besucher-Resonanz): „Veitstanz, Tanzwut undTanzepidemien im Mittelalter“  
• 20.02.2009 (ebenfalls mit sehr guten Besucherzahlen): „Arlecchino und Colombina – ein bewegter Ausflug in die Welt der Commedia dell'Arte“  
 
Nächste TANZFührung am BLM:  
18.09.2009: „Das Land der Griechen mit dem Körper suchend... - der moderne Ausdruckstanz (Teil 1)“ Infos unter: www.landesmuseum.de/website/ Deutsch/Veranstaltungen/Kalender.htm  
 
Vertiefende Übungsabende sowie weitere Fortbildungen für Museumspädagogen und Kunsttherapeuten wurden auf interessierte Nachfrage des nun entstandenen „Arbeitskreis Tanz“ sowie auf Wunsch kunsttherapeutischer Ausbildungsgruppen unter Leitung von K. Stoye in den Karlsruher Rhein-Hafen-Ateliers der Freien Kulturschule e.V. (www.freiekulturschule-ka.de/) durchgeführt:  
• „Commedia dell'Arte als Bewegungsimprovisation: (Bewegungs-)Qualitäten und Charaktere spielerisch entdecken“ am 12. Oktober 2008, Teilnehmer: Museumspädagogen und Kunsttherapeuten  
Im Team-Teaching mit Claus G. Kohr (Ausbildungsleiter der FKS) im Rahmen der Kunsttherapie-Ausbildung:  
• Die „närrische Form“ zwischen Ausdehnung und Zusammenziehung am 21./22.02.09 Planung und Durchführung: Claus G. Kohr (Gesamtleitung)/ K. Stoye  
• Maskenbau- und Maskentanz-Wochenende zu den 4 Elementen vom 01.- 03.05.09 Planung und Durchführung: Claus G. Kohr (Gesamtleitung)/ K. Stoye  
• „Auf den Spuren der zeitlichen und räumlichen Dimensionen der Renaissance: zwischen Wissenschaft und Kunst, weltlicher und geistlicher Kultur. Eine Annäherung in und durch Kunst & Tanz“ (Studienfahrt in die Toskana vom 21. Mai -24. Mai 2009) Konzept und Durchführung: Claus G. Kohr/ K. Stoye/ N. Artuso  
 
Immer in Bewegung – Neues Projekt-Design und neue Kooperationen:  
Im Laufe des Projektes hat sich der außerschulische „Lernort: Atelier“ als notwendige, sinnvolle und inspirierende Ergänzung zum außerschulischen „Lernort: Museum“ erwiesen. Die „Bespielung“ verschiedener musealer Lernorte bietet vor allem für eine lebendige Vermittlung von Kultur- und Kunstgeschichte an den Originalen eine wichtige Rolle. Für die Entfaltung des kreativen Prozesses, für eine bleibende tänzerische Erfahrung bedarf es hingegen den Frei- und Spielraum des Ateliers – ohne den engmaschigen Zeittakt eines musealen Führungsplanes.  
Dies spiegelt sich nun endlich auch in der Neuen Namensgebung wieder: „Dancing Art – Dancing History: Kunst & Geschichte in Bewegung“ Um nachhaltige und über einen längeren Zeitraum gespannte interdisziplinäre Angebote schaffen zu können, ist das Pilotprojekt seit 2008 in wachsendem Maße primär an der Freie Kulturschule e.V. und seinen Ateliers „verortet“ , wobei verschiedene Museen der Region (BLM, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Kunstmuseum Basel, Museum Frider Burda etc.) weiterhin als wichtige „Lernorte“ fungieren  
• ab September 2009: „Offenes Tanz-Atelier“ (1 x im Monat), das als fortlaufendes Weiterbildungsangebot den Dialog zwischen Kunst, Geschichte und Tanz vertiefend erleben und reflektieren lässt  
Zielgruppe: für Kunsttherapeuten, Tanzpädagogen, Museumspädagogen, Erieher und Lehrer  
Konzept und Durchführung: K. Stoye  
• ebenfalls ab September 2009 (in Kooperation mit 3 Karlsruher Schulen):  
„Objekte in Bewegung – Bewegte Führungen in der Kunst- und Wunderkammer“  
 
KONTAKTADRESSE:  
Katharina Stoye (Projekt-Koordination und Leitung)  
Fon/Fax: 0721-8315542 Mail: ustoye@web.de