Anforderungskriterien an Unterrichtende
Mit der Vielzahl an Tanzprojekten, die es bundesweit mittlerweile an Schulen gibt, rückt auch der Bereich „Tanz in Schulen“ stärker in den Fokus der Ausbildungseinrichtungen.
Doch welchen Anforderungen müssen TänzerInnen, TanzpädagogInnen und ChoreografInnen gerecht werden, um ´guten´, das heißt qualitativ hochwertigen Tanzunterricht an allgemeinbildenden Schulen erteilen zu können? Welcher Qualifizierung bedarf es, die über die ´üblichen´ Fähigkeiten und Fertigkeiten von TänzerInnen, TanzpädagogInnen und ChoreografInnen hinaus gehen? Viele TänzerInnen und TanzpädagogInnen arbeiten bereits seit vielen Jahren erfolgreich in der Vermittlungsarbeit an Tanz- und Ballettschulen. Eine erfolgreiche Tätigkeit in diesem Bereich lässt aber nicht gleich auf eine erfolgreiche Arbeit an allgemeinbildenden Schulen schließen.
Gibt es also Besonderheiten für die Ausbildung von Profis, die Tanz in Schulen unterrichten wollen?
Die Beurteilung von Qualität im Hinblick auf Tanz in Schulen setzt sich aus folgenden drei Perspektiven zusammen:
Qualität misst sich also an der Erfüllung der (vorher zu bestimmenden) Zielvorgaben der beteiligten `Gruppierungen` (Perspektiven).
Im Detail lässt sich also die Frage nach qualitativ gutem Tanzunterricht an Schulen nur im Hinblick auf die konkreten Projekte, Beteiligten und die von diesen Gruppen formulierten Zielvorgaben beantworten.
Auf allgemeiner Ebene lasse sich jedoch Grundlagen dessen festlegen, was ein Vermittler von Tanzkunst an Schulen können, kennen und wissen muss.
Grundlegende Kompetenzen der Unterrichtenden sind:
Eine adäquate Ausbildung für Tanz in Schulen Unterrichtende muss entsprechend diese Kompetenzen ausbilden und fördern. Dies geschieht durch die Installierung eines entsprechenden Fächerkanons. D.h. neben dem praktischen Training in unterschiedlichen Tanztechniken, müssen die jeweiligen theoretischen Ausbildungsbereiche vermittelt werden. Unterschiedliche Modelle tänzerischer Gestaltung (Komposition, Improvisation), Tanzgeschichte, Anatomie/Tanzmedizin, Bewegungsanalyse, entwicklungspsychologische Grundlagen, Methodik/Didaktik sind Fächer, die gelehrt werden müssen.
Für die erfolgreiche Ausbildung sind zielgruppenorientierte Praktika unerlässlich. Dies bedeutet im günstigsten Falle, dass die Ausbildungsinstitution Kooperationen mit allgemeinbildenden Schulen aufbaut, die den Studierenden Praktikumsmöglichkeiten eröffnen. Diese Praktika sollten sowohl von der Ausbildungsinstitution sowie der Schule begleitet werden. Mittels dieser Kooperationen ist es möglich Perspektiven für die Schulen sowie Realität und Bedürfnisse vor Ort zu erkennen und zu vermitteln.
Wünschenswert ist, dass diese Kooperationen sowohl den zukünftig Unterrichtenden die Möglichkeit eröffnet allgemeinbildende Schulen kennen zu lernen, sowie umgekehrt auch die Schulen über Tanz und seine Möglichkeiten erfahren und somit eine Anbindung an das Ausbildungsinstitut stärken.
(text) Arbeitsgruppe Aus- und Weiterbildung
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Mit der Vielzahl an Tanzprojekten, die es bundesweit mittlerweile an Schulen gibt, rückt auch der Bereich „Tanz in Schulen“ stärker in den Fokus der Ausbildungseinrichtungen.
Doch welchen Anforderungen müssen TänzerInnen, TanzpädagogInnen und ChoreografInnen gerecht werden, um ´guten´, das heißt qualitativ hochwertigen Tanzunterricht an allgemeinbildenden Schulen erteilen zu können? Welcher Qualifizierung bedarf es, die über die ´üblichen´ Fähigkeiten und Fertigkeiten von TänzerInnen, TanzpädagogInnen und ChoreografInnen hinaus gehen? Viele TänzerInnen und TanzpädagogInnen arbeiten bereits seit vielen Jahren erfolgreich in der Vermittlungsarbeit an Tanz- und Ballettschulen. Eine erfolgreiche Tätigkeit in diesem Bereich lässt aber nicht gleich auf eine erfolgreiche Arbeit an allgemeinbildenden Schulen schließen.
Gibt es also Besonderheiten für die Ausbildung von Profis, die Tanz in Schulen unterrichten wollen?
Die Beurteilung von Qualität im Hinblick auf Tanz in Schulen setzt sich aus folgenden drei Perspektiven zusammen:
- des Anbieters (z.B. TanzpädagogInnen, TänzerInnen, KünstlerInnen…)
- der Schulen (Lehrer, Schulleiter, Schulverwaltungen…)
- der SchülerInnen (Kinder, Jugendliche)
Qualität misst sich also an der Erfüllung der (vorher zu bestimmenden) Zielvorgaben der beteiligten `Gruppierungen` (Perspektiven).
Im Detail lässt sich also die Frage nach qualitativ gutem Tanzunterricht an Schulen nur im Hinblick auf die konkreten Projekte, Beteiligten und die von diesen Gruppen formulierten Zielvorgaben beantworten.
Auf allgemeiner Ebene lasse sich jedoch Grundlagen dessen festlegen, was ein Vermittler von Tanzkunst an Schulen können, kennen und wissen muss.
Grundlegende Kompetenzen der Unterrichtenden sind:
- künstlerische Qualifikation
- tanzpraktisches Können
- Tanztheoretische Kenntnisse (kognitives Wissen über Tanz; Kenntnisse der Tanzgeschichte, Tanzmedizin, Bewegungsanalyse etc.)
- methodisches Wissen (pädagogisches Know-how im Hinblick auf die Vermittlungstätigkeit)
- Vernetzungskompetenz
Eine adäquate Ausbildung für Tanz in Schulen Unterrichtende muss entsprechend diese Kompetenzen ausbilden und fördern. Dies geschieht durch die Installierung eines entsprechenden Fächerkanons. D.h. neben dem praktischen Training in unterschiedlichen Tanztechniken, müssen die jeweiligen theoretischen Ausbildungsbereiche vermittelt werden. Unterschiedliche Modelle tänzerischer Gestaltung (Komposition, Improvisation), Tanzgeschichte, Anatomie/Tanzmedizin, Bewegungsanalyse, entwicklungspsychologische Grundlagen, Methodik/Didaktik sind Fächer, die gelehrt werden müssen.
Für die erfolgreiche Ausbildung sind zielgruppenorientierte Praktika unerlässlich. Dies bedeutet im günstigsten Falle, dass die Ausbildungsinstitution Kooperationen mit allgemeinbildenden Schulen aufbaut, die den Studierenden Praktikumsmöglichkeiten eröffnen. Diese Praktika sollten sowohl von der Ausbildungsinstitution sowie der Schule begleitet werden. Mittels dieser Kooperationen ist es möglich Perspektiven für die Schulen sowie Realität und Bedürfnisse vor Ort zu erkennen und zu vermitteln.
Wünschenswert ist, dass diese Kooperationen sowohl den zukünftig Unterrichtenden die Möglichkeit eröffnet allgemeinbildende Schulen kennen zu lernen, sowie umgekehrt auch die Schulen über Tanz und seine Möglichkeiten erfahren und somit eine Anbindung an das Ausbildungsinstitut stärken.
(text) Arbeitsgruppe Aus- und Weiterbildung
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